Eidgenössisches Feldschiessen

Feldschiessen: Teilnahme, Ablauf, Termine und Auszeichnungen

Das Eidgenössische Feldschiessen ist der bekannteste Breitensportanlass im Schweizer Schiesswesen. Es verbindet sportliches Schiessen, sichere Waffenhandhabung, Vereinsleben und Schützentradition. Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen zu Teilnahme, Programm, Terminen, Kranzabzeichen und zur Bedeutung des Feldschiessens für die Schweizer Schützenvereine.

Feldschiessen 2026 300m-Programm Kostenlose Teilnahme Ordonnanzwaffen
Teilnahme Offen für Teilnehmende ab dem Jahrgang, der im Wettkampfjahr 10 Jahre erreicht
Kosten Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos
Programm Gewehr 300m sowie Pistole 25/50m nach Reglement
Grundsatz Die Teilnahme kommt vor dem Rang

Was ist das Eidgenössische Feldschiessen?

Das Eidgenössische Feldschiessen ist ein nationaler Schiessanlass mit langer Tradition. Der Schweizer Schiesssportverband bezeichnet es als grösstes Schützenfest der Welt. Im Mittelpunkt stehen nicht Preisgeld oder Spitzenergebnis, sondern Teilnahme, sichere Durchführung, Kameradschaft und die Pflege des freiwilligen Schiesswesens.

Geschossen wird mit zugelassenen Ordonnanzwaffen. Beim Gewehrprogramm erfolgt das Feldschiessen auf 300 Meter. Wer noch keine Erfahrung mit der entsprechenden Waffe hat, wird durch den durchführenden Verein betreut.

Der wichtigste Grundsatz lautet: Mitmachen zählt. Das Feldschiessen eignet sich deshalb auch für Personen, die den Schiesssport unter geordneten Bedingungen kennenlernen möchten.

Warum gibt es das Feldschiessen?

Das Feldschiessen ist historisch eng mit dem ausserdienstlichen Schiesswesen verbunden. Es fördert die Schiessfertigkeit, stärkt die Schützenvereine und macht den verantwortungsvollen Umgang mit Ordonnanzwaffen für eine breite Bevölkerung zugänglich.

Schiesskompetenz

Teilnehmende üben Konzentration, Waffenhandhabung, Zielbild, Atmung und Abzug unter betreuten Bedingungen.

Schützentradition

Das Feldschiessen ist ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Vereins- und Miliztradition.

Breitensport

Der Anlass ist niederschwellig aufgebaut und richtet sich nicht nur an erfahrene Wettkampfschützen.

Gemeinschaft

Vereine, Mitglieder, Neueinsteiger und Interessierte kommen auf dem Schiessstand zusammen.

Wer kann am Feldschiessen teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind Schützinnen und Schützen, die im Wettkampfjahr das 10. Altersjahr erreichen. Massgebend ist das Jahrgangs-Prinzip. Wer keinem Schützenverein angehört, wird für Betreuung, Abrechnung und Rangierung dem durchführenden Verein zugewiesen.

  • Vereinsmitglieder: nehmen über ihren Verein teil.
  • Nicht-Vereinsmitglieder: werden administrativ einem durchführenden Verein zugewiesen.
  • Junioren: können je nach Alter und Voraussetzungen teilnehmen; erforderliche Ausweise sind vollständig auszufüllen.
  • Jungschützenkurs-Teilnehmende: schiessen mit der Kurswaffe gemäss Vorgaben.
  • Personen ohne Ausbildung an der Waffe: dürfen nur unter Betreuung eines ausgebildeten Betreuers teilnehmen.
Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos. Einzelheiten zu Munition, Betreuung und administrativer Zuweisung regelt der durchführende Verein.

Mit welchen Waffen wird geschossen?

Am Eidgenössischen Feldschiessen wird mit zugelassenen Ordonnanzwaffen geschossen. Beim Gewehrprogramm steht die Distanz 300 Meter im Zentrum. Zugelassene Waffen und Hilfsmittel richten sich nach den jeweils gültigen Reglementen und dem offiziellen Hilfsmittelverzeichnis.

  • Gewehr 300m: typischerweise mit zugelassenen Ordonnanzgewehren wie Stgw 90 oder Stgw 57.
  • Pistole 25/50m: je nach Anlass und Standorganisation gemäss Reglement.
  • Hilfsmittel: nur zulässig, wenn sie im aktuellen Hilfsmittelverzeichnis erlaubt sind.

Ablauf des Feldschiessens auf 300 Meter

Das Gewehrprogramm auf 300 Meter besteht aus Einzelfeuer, Kurzfeuer und Schnellfeuer. Schüsse, die nicht innerhalb der vorgeschriebenen Zeit abgegeben werden, werden nicht nachträglich ergänzt. Eine Unterbrechung des Programms ist grundsätzlich nicht vorgesehen.

Wettkampfmodus Schüsse Zeit Auswertung
Einzelfeuer 6 Schuss 6 Minuten Nach jedem Schuss
Kurzfeuer 2 Serien mit je 3 Schüssen 60 Sekunden pro Serie Nach jeder Serie
Schnellfeuer 6 Schuss 60 Sekunden gesamt Am Ende
Praktisch wichtig: Der Ablauf ist kurz und klar. Wer noch wenig Routine hat, sollte rechtzeitig erscheinen und Fragen vor dem Schiessen mit dem Standpersonal klären.

Gibt es eine Mindestpunktzahl oder Auszeichnungen?

Beim Feldschiessen steht die Teilnahme im Vordergrund. Es gibt keine Mindestpunktzahl, die zur Teilnahme oder zum Abschluss des Anlasses erreicht werden muss. Für Auszeichnungen wie das Kranzabzeichen gelten jedoch definierte Limiten, die je nach Waffe und Kategorie festgelegt werden.

Keine Mindestpunktzahl

Das Feldschiessen ist ein Breitensportanlass. Auch wer kein Kranzresultat erreicht, hat den Anlass regulär absolviert.

Kranzabzeichen

Wer die entsprechende Punktlimite erreicht, erhält je nach Reglement und Kategorie ein Kranzabzeichen.

Ranglisten

Resultate werden je nach Durchführung und Region ausgewertet und rangiert.

Tradition

Der sportliche Vergleich ist wichtig, aber nicht der alleinige Zweck des Feldschiessens.

Termine des Eidgenössischen Feldschiessens

Die offiziellen Feldschiessen-Termine werden schweizweit festgelegt. Für lokale Vorschiessen, genaue Schiesszeiten und Standorte sind die Informationen des durchführenden Vereins massgebend.

Jahr Offizielles Feldschiessen-Wochenende
2026 29.05. – 31.05.2026
2027 04.06. – 06.06.2027
2028 19.05. – 21.05.2028
2029 25.05. – 27.05.2029

Wie bereite ich mich sinnvoll vor?

Das Feldschiessen ist niederschwellig, aber kein Anlass für unkonzentriertes Schiessen. Wer ruhig vorbereitet antritt, schiesst sicherer und sauberer. Entscheidend sind nicht komplizierte Tricks, sondern ein stabiler Ablauf.

  • Rechtzeitig erscheinen: Anmeldung, Einteilung und Einweisung brauchen Zeit.
  • Gehörschutz mitbringen: persönlicher Gehörschutz ist auf dem Stand Pflicht beziehungsweise dringend erforderlich.
  • Standkommandos beachten: Sicherheit hat Vorrang vor Resultat.
  • Ruhig beginnen: Anschlag, Atmung und Abzug vor dem ersten Schuss bewusst kontrollieren.
  • Bei Unsicherheit fragen: Standpersonal und erfahrene Schützen helfen vor Ort.

Militärwaffe ins Eigentum übernehmen

Wer nach der Entlassung aus der Militärdienstpflicht die persönliche Militärwaffe übernehmen möchte, muss die jeweils gültigen gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört in der Regel ein gültiger Waffenerwerbsschein. Bei mit Sturmgewehr ausgerüsteten Armeeangehörigen ist zusätzlich der Nachweis von Bundesübungen relevant.

Sturmgewehr

Für die Übernahme des Sturmgewehrs ist gemäss offiziellen Informationen der Nachweis von vier Bundesübungen in den letzten drei Jahren erforderlich. Der Nachweis muss im Schiessbüchlein oder im militärischen Leistungsausweis eingetragen sein.

Pistole

Mit einer Pistole ausgerüstete Armeeangehörige können diese gemäss den offiziellen Angaben ohne Schiessnachweis ins Eigentum übernehmen. Die rechtlichen Vorgaben sind dennoch zu beachten.

Diese Angaben ersetzen keine behördliche Prüfung. Massgebend sind die aktuellen Vorgaben der Armee, des Waffengesetzes und der zuständigen kantonalen Stellen.

Häufige Fragen zum Feldschiessen

Ist das Feldschiessen obligatorisch?

Nein. Das Feldschiessen ist freiwillig. Es ist ein traditionsreicher Breitensportanlass und unterscheidet sich vom obligatorischen Schiessen.

Kostet die Teilnahme etwas?

Die Teilnahme am Eidgenössischen Feldschiessen ist grundsätzlich kostenlos. Details zu Munition und Betreuung werden durch den durchführenden Verein geregelt.

Kann ich ohne Vereinsmitgliedschaft teilnehmen?

Ja, Nicht-Vereinsmitglieder können teilnehmen. Sie werden administrativ einem durchführenden Verein zugewiesen und bei Bedarf betreut.

Ab welchem Alter ist die Teilnahme möglich?

Teilnahmeberechtigt sind Personen, die im Wettkampfjahr das 10. Altersjahr erreichen. Es gilt das Jahrgangs-Prinzip.

Gibt es eine Mindestpunktzahl?

Nein. Für die Teilnahme gibt es keine Mindestpunktzahl. Für Auszeichnungen wie das Kranzabzeichen gelten jedoch bestimmte Limiten.

Feldschiessen: einfach teilnehmen, sauber schiessen

Das Feldschiessen ist ein guter Einstieg in den Schweizer Schiesssport. Der Anlass ist klar geregelt, wird durch Vereine betreut und verbindet Sport, Tradition und Gemeinschaft.

Wer vorbereitet erscheint, die Sicherheitsregeln beachtet und bei Unsicherheit nachfragt, kann das Feldschiessen ruhig und sinnvoll absolvieren – unabhängig davon, ob am Ende ein Spitzenresultat steht.

Mehr Sicherheit durch regelmässiges Training

Wer beim Feldschiessen ruhiger und sicherer auftreten möchte, profitiert von regelmässigem Training. Bei den Irchelschützen Berg-Buch können Interessierte den Schiesssport unter Anleitung kennenlernen, ihre Technik verbessern und den Umgang mit der Ordonnanzwaffe festigen.